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Philosophie
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Leistungsbeurteilung und Schwerpunktsetzung im Unterrichtsfach Psychologie und Philosophie

Die Note im Fach Psychologie und Philosophie setzt sich aus folgenden Teilleistungen zusammen:

1. Mitarbeit
Die Feststellung der Mitarbeit der SchülerInnen im Unterricht umfasst den Gesamtbereich der Unterrichtsarbeit in Psychologie und Philosophie und erfasst:
mündliche, schriftliche, praktische Leistungen (z.B. positive Arbeitshaltung, Vorhandensein der benötigten Unterrichtsmaterialien, ordentliche Aufzeichnungen, aktive Teilnahme am Unterrichtsgeschehen bei Lehrer-Schüler-Gesprächen, Partner- und Gruppenarbeit, offenen Lernformen, etc.)
Leistungen im Zusammenhang mit der Sicherung des Unterrichtsertrages (z.B. Stundenwiederholungen über den Stoff der letzten 1-2 Stunden, mündliche Hausübungen in angemessener Qualität, Portfolio, Rezensionen, Tagebuch,…)
Leistungen bei der Erarbeitung neuer Lehrstoffe
Leistungen im Zusammenhang mit dem Erfassen und Verstehen von unterrichtlichen Sachverhalten
Leistungen im Zusammenhang mit der Fähigkeit, Erarbeitetes richtig einzuordnen und anzuwenden

2. Besondere mündliche Leistungsfeststellungen
Mündliche Prüfung: falls vom Schüler gewünscht, 1x pro Semester, bzw. falls von der Lehrperson für notwendig befunden
Mündliche Übungen (Referate, Präsentationen, Diskussionen)

3. Besondere schriftliche Leistungsfeststellungen
bei Bedarf 1-2 Tests pro Semester

Allgemeine Informationen zum Lehrstoff und Schwerpunktsetzungen

Themengebiete für die 7. Klasse:
Grundlagen der Psychologie – Aspekte der wissenschaftlichen Psychologie kennen lernen, biologische Psychologie
psychische Phänomene der Wahrnehmung erfassen
Kognitive Prozesse reflektieren - Gedächtnis und Intelligenz, Lernen und Problemlösen
soziale Prozesse kennen lernen Einblick in Persönlichkeitsmodelle gewinnen
Kommunikation und Motivation
seelische Gesundheit und Krankheiten

Themengebiete für die 8. Klasse:
Grundlagen der Philosophie
Erkenntnistheorien
Ethik
Anthropologie
Glück und Tod

ür Fragen, Anregungen, Gespräche etc. stehen wir gerne in unseren Sprechstunden zur Verfügung.

Das Psychologie und Philosophie-Team
Mag. Eva Achleitner, Mag. Claudia Deuretzbacher, Mag. Julia Ganser, Roswitha Harlander, Mag. Martin Kühnl, Mag. Katrin Leichtfried, Mag. Veronika Plank, Mag. Doris Russmair

 

Philolympics

Weitere Informationen über die "philopympics" sind auf der Website www.philolympics.at zu finden.

 

"Die Philosophie unterscheidet sich einerseits von den Naturwissenschaften und andererseits von der Mathematik. Im Unterschied zu den Naturwissenschaften stützt sie sich nicht auf Experimente und Beobachtungen, sondern allein auf das Denken. Im Unterschied zur Mathematik kennt sie keine formalen Beweisverfahren. Man philosophiert einzig, indem man fragt, argumentiert, bestimmte Gedanken ausprobiert und mögliche Argumente gegen sie erwägt, und darüber nachdenkt, wie unsere Begriffe wirklich beschaffen sind.

Das Hauptanliegen der Philosophie besteht darin, sehr allgemeine Vorstellungen in Frage zu stellen und zu verstehen, die sich ein jeder von uns täglich macht, ohne über sie nachzudenken. Ein Historiker mag fragen, was in einem bestimmten Zeitraum der Vergangenheit geschah, doch ein Philosoph wird fragen: Was ist die Zeit? Ein Mathematiker wird das Verhältnis der Zahlen untereinander erforschen, doch ein Philosoph fragt: Was ist eine Zahl? Ein Physiker wird fragen, woraus die Atome bestehen und was für die Schwerkraft verantwortlich ist, doch ein Philosoph wird fragen, woher wir wissen können, dass es außerhalb unseres eigenen Bewußtseins etwas gibt. Ein Psychologe mag untersuchen, wie ein Kind eine Sprache erlernt, doch ein Philosoph fragt eher: Was ist dafür verantwortlich, dass ein Wort eine Bedeutung hat? Jeder kann sich fragen, ob es unrecht ist, sich ohne eine Eintrittskarte ins Kino zu schleichen, doch ein Philosoph wird fragen: Was macht etwas zu einer rechten oder unrechten Handlung?

Wir könnten unser Leben nicht führen, würden wir unsere Vorstellungen von der Zeit, den Zahlen, von Wissen, Sprache, Recht und Unrecht nicht die meiste Zeit unhinterfragt voraussetzen; in der Philosophie jedoch machen wir diese Dinge zum Gegenstand der Untersuchung. Wir sind bemüht, unser Verständnis der Welt und unserer selbst ein Stück weit zu vertiefen. Dies ist offensichtlich nicht leicht. Je grundlegender die Ideen sind, die wir zu erforschen versuchen, umso weniger Werkzeug haben wir hierfür zur Verfügung. Nur weniges darf angenommen oder vorausgesetzt werden. Die Philosophie ist daher eine etwas schwindelerregende Tätigkeit, und nur wenige ihrer Ergebnisse bleiben langfristig unangefochten."
(Thomas Nagel: Was bedeutet das alles? Reclam, Stuttgart 1990, S. 6f.)

nietzsche

Zuletzt aktualisiert am Montag, 05. September 2016 um 16:21 Uhr